Mittwoch, 10. Februar 2010

USBaspLoader und der GCC-AVR (4.3.3) in Verbindung mit Ubuntu 9.10 (amd64)

Habe ich mich doch vor ein paar Monaten dazu entschlossen mein altes 8.10 Ubuntu (32Bit) durch die neue Ubuntu 9.10 (64 Bit) zu ersetzen. Bisher war ich auch weitgehend überzeugt von der Performance und der Verfügbarkeit der Softwarepakete. Sicher gibt es das eine oder andere Problem, wie zum Beispiel das kein Flash Plugin für den Firefox richtig läuft [solved] oder das manche Programme die libSDL verwenden sich nur mit kill -9 beenden lassen...

Alles in allem aber zu verkraften, Programme die nicht funktionieren werden ggf. aus den Sourcen kompiliert und das Problem ist erledigt.

Aber an manchen Stellen gibt es dann das eine oder andere Tool das einen Stunden seines Lebens kostet. So zum Beispiel der GCC (4.3.3) Compiler aus dem gcc-avr Paket.
Dieser beinhaltet laut diversen einschlägigen Foren eine bessere Optimierung des erzeugten Binary Codes. Optimiert wurde also auch die Option, welche beim übersetzen einer Firmware für Microkontroller normalerweise immer verwendet wird. Die Option -Os. Diese wird an den gcc übergeben um die "kleinstmögliche" Firmware zu generieren. Leider geht der löbliche Optimierungswahn der GCC Entwickler hier ganz klar am Ziel vorbei. Der optimierte Binary-Code ist wesentlich größer als der von älteren gcc-Versionen - tolle Sache...

Mein ATMega168 für den HackStick besitzt 16KB Flash Speicher wovon 2KB für einen Bootloader reserviert werden können. In meinem Fall soll im Bootloader die Firmware des USBaspLoader-Projektes laufen um den HackStick direkt per USB flashen zu können.
Da ist es nicht gerade förderlich, dass der gcc nicht dazu überredet werden kann den, in diesem Fall um 140 Byte(!!!) größeren Binary Code auf die ursprüngliche Größe von 2002 Byte zu verkleinern.

Die Firmware des Bootloaders ist durch das Überschreiten der 2048 verfügbaren Bytes natürlich nicht übertragbar. Zum Glück besitzt man ja nicht nur einen Rechner und so konnte ich die Firmware auf einem anderen kompilieren und übertragen, ohne mir einen älteren GCC installieren zu müssen. Über kurz oder lang kommt man aber bei Ubuntu 9.10 (amd64) nicht drum herum.

Schlussendlich ergab sich aus all dem ein Patch gegen die mittlerweile doch in die Tage gekommenen Version der Firmware des USBaspLoader vom 20.3.2009. Zum einen beinhaltet dieser Patch nun den neuesten Release von V-USB und kleinere Änderungen um den USBaspLoader auf einem ATMega168 lauffähig zu bekommen.

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